Wer lacht, denkt nicht.

Es gibt da eine kleine Weihnachtstradition, eher so auf emotionaler Ebene. Alles, was ich in den vergangenen Monaten erlebt, gelernt, gefühlt, verloren und gewonnen hab, durchlebe ich am Ende des Jahres im Zeitraffer. Stroposkopartig blitzen Erinnerungen auf, schöne und weniger schöne, Erfahrungen, die mich verändert haben, Worte, die weh tun, Menschen und Momente, die bleiben. In diesen Tagen ist Zeit zum Atmen und Begreifen, zum Wünschen und Teilen. Bisher habe ich meine Gedanken zum Fest in kurzen Weihnachtsansprachen für die Familie festgehalten. Heute versuche ich es hier.

Kleine graue Wolke.

Heute ist ein Scheißtag. Punkt. Das bestätigt mir sogar der Mann im Radio. Ich versuche gerade - zwischen Tür und Angel und mit dem Sohnemann in der Wippe - meine Morgendusche zu nehmen. Da erfahre ich, dass britische Wissenschaftler den 24. Januar zum miesesten Tag des Jahres gekürt haben.

Dein neues Leben.

Du freust dich auf das Kind, das unter deinem Herzen wohnt. Stolz trägst du deinen prallen Bauch, behütest ihn wie deinen wertvollsten Schatz. Du bist voller Zuversicht. Doch gleichzeitig schwebt dieses große Fragezeichen über deinem Kopf: Schaffe ich das? Werde ich eine gute Mama sein? Ich möchte dir sagen: Du wirst.