„Lasst sie gebären.“ – Gedanken einer Hebammenschülerin im Klinkalltag

"10:37 Uhr. CTG kann ab. Bitte mal das Geburtsset." Kurz und prägnant sind die Anweisungen der angespannten Ärztin. Ich tue, was sie sagt. Wut und Fassungslosigkeit verberge ich hinter meinem Mundschutz. Tränen und Schweißperlen rinnen über mein Gesicht. Dann ein kräftiges Schreien, es holt mich aus meiner Trance. "Hauptsache, dem Kind geht es gut." Die … „Lasst sie gebären.“ – Gedanken einer Hebammenschülerin im Klinkalltag weiterlesen

Cytotec: Schuld ist nicht die Tablette.

Cytotec. Eine kleine Tablette, die durch einen Fernsehbeitrag der ARD zum Thema der Woche wurde. Von einem Skandal ist die Rede, denn Cytotec - ursprünglich ein Magenschutzmittel - wird trotz fehlender Zulassung für die Geburtseinleitung genutzt und kann dabei zu ernsten Komplikationen bis hin zum Tod von Mutter oder Kind führen. Auf den ersten Blick lautet die einzig logische Konsequenz: Cytotec muss aus der Geburtsmedizin verschwinden. Warum das nicht die Lösung des Problems ist und welche Fragen wir uns im Rahmen der Diskussion tatsächlich stellen sollten, darum soll es hier gehen. 

Beckenendlage? Natürlich.

Es war die 28. Schwangerschaftswoche, als ich erfahren habe, dass unser Mädchen mit den Füßen unten liegt und sich noch nicht gedreht hat. Mit Hilfe meiner Hebamme habe ich ihr Köpfchen über meinem Bauchnabel fühlen können. Und von da an war mir klar: das wird sich nicht mehr ändern. Ich wusste, dass unser Mädchen mit dem Popo zuerst auf die Welt kommen würde, auch wenn mein Umfeld anderer Meinung war. Und obwohl ich das intuitiv wusste, wollte ich eine natürliche Geburt erleben.